Eine Masterarbeit schreiben
– Studienratgeber Master-Thesis

Erfahren Sie alles über das Schreiben einer Master-Thesis,
vom richtigen Aufbau über die Selbstmotivation bis zur perfekten Zitation.

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Kaum ist die Hürde des Verfassens der Bachelorarbeit geschafft, stehen Themenwahl und Bearbeitung der Masterarbeit an. Viele Masterstudiengänge sind kürzer als die Bachelorstudiengänge, auf denen sie aufsetzen. Daher bleibt zwischen Einschreibung und ersten Überlegungen bezüglich der Masterarbeit nicht allzu viel Zeit. Aber es gibt keinen Grund zur Sorge, denn die Masterarbeit ist mit der Bachelorarbeit durchaus verwandt, es handelt sich also nicht um eine gänzlich neue und vollkommen unbekannte Aufgabe, die am Ende des Masterstudiums bewältigt werden muss.

Hinweis

Ein zu berücksichtigender Punkt bei dem Schreiben der Masterarbeit ist die Kritik, die an der zuvor verfassten Bachelorarbeit geübt wurde: Jene Kritikpunkte, die auch für die Masterarbeit relevant sein können, beispielsweise Fehler formaler Natur, sollten im Rahmen dieser weiteren Abschlussarbeit berücksichtigt werden – insbesondere, sofern mit dem Gedanken gespielt wird, bei der identischen Betreuerin bzw. dem identischen Betreuer die Masterarbeit zu verfassen.

Anforderungen an die Masterarbeit

Dennoch werden an die Masterarbeit üblicherweise höhere Anforderungen gestellt als eine Bachelorarbeit im gleichen Fachbereich. Es ist naheliegend, dass die Masterarbeit umfangreicher als die Bachelorarbeit ausfallen sollte und dass im Rahmen der Bewertung mehr Wert auf die Einhaltung wissenschaftlicher Kriterien und Standards gelegt wird. Der Grund hierfür ist, dass das Masterstudium im Regelfall der Vertiefung der Inhalte aus dem Bachelorstudium dient, sodass der Masterabschluss mehr noch als der Bachelorabschluss für den Ausbau und die Intensivierung der akademischen Fähigkeiten der Absolventinnen und Absolventen steht. Aus diesem Grund bildet der Masterabschluss auch die obligatorische Grundlage für eine Promotion – mit einem Bachelorabschluss kann bis auf Ausnahmen keine Promotion erlangt werden.

Frühzeitige Planung der Masterarbeit 

Mit zwei bis vier Semestern Dauer ist ein Masterstudium im Normalfall deutlich kürzer als ein Bachelorstudium. Daraus ergibt sich in der Folge, dass zwischen Einschreibung und Fälligkeit der Masterarbeit ein nicht allzu langer Zeitraum liegt. Deshalb sollten sich Studierende im Masterstudium gleich zu Beginn des ersten Semesters die Frage stellen, welche grundlegende thematische Ausrichtung sie sich für ihre Masterarbeit vorstellen können und welche nicht. Insbesondere wenn keinerlei thematischen Vorgaben bestehen, sollte frühzeitig zumindest eine grobe Richtung gefunden werden, die im Rahmen der Masterarbeit detaillierte Betrachtung erfahren soll.

Während jeder Vorlesung kann überlegt werden, ob die Professorin bzw. der Professor als Betreuungsperson für die Masterarbeit infrage kommen würde – dies gilt insbesondere dann, wenn die Lehrpersonen nicht bereits aus dem vorherigen Bachelorstudiengang bekannt sind. Wenn bereits eine gewisse Sicherheit in der Frage nach der Betreuerin bzw. dem Betreuer besteht, kann auch bereits bei dieser Person angefragt werden, ob Kapazitäten für die Betreuung vorhanden sein werden und ggf., sofern dies relevant ist, eine thematische Vorgabe besteht bzw. aus vorgegebenen Themen gewählt werden kann oder muss.

 

Es ist wichtig, sich bei der Wahl des Themas für die Masterarbeit aktiv einzubringen und nicht etwa von Professorinnen bzw. Professoren leiten zu lassen oder sich gar nicht um diese Frage zu kümmern. Zum einen kann es dazu kommen, dass die Masterarbeit zu einem Thema geschrieben werden muss, das nicht von persönlichem Interesse ist, wenn später im Studium bereits alle interessanteren Themen vergeben und die tendenziell freundlicheren und hilfsbereiteren Betreuungspersonen ausgelastet sind. Zum anderen sollte in jedem Fall versucht werden, durch engagiertes, interessiertes Auftreten einen guten ersten Eindruck bei der Betreuungsperson zu hinterlassen, denn Desinteresse und Ablehnung können das Betreuungsverhältnis von Beginn an erschweren.

Zeitplanung und Ablauf beim Schreiben der Masterarbeit

Die Auseinandersetzung mit formalen Richtlinien – beispielsweise Regeln für die Formatierung der Masterarbeit oder Hinweise für die korrekte Zitation in der Masterarbeit – sowie sonstigen Vorgaben, die hinsichtlich der Masterarbeit bestehen, kann jederzeit erfolgen – und sollte einer der ersten Schritte sein, um späteren Korrekturbedarf zu vermeiden. Es ist sinnvoll, sich in ruhigen Phasen des Studiums, also zu Anfang bis Mitte eines Semesters oder in der Semesterpause nach Abschluss der jeweiligen Prüfungen, mit diesen Fragestellungen zu beschäftigen und relevante Unterlagen zusammenzutragen. Denn während dieser ruhigeren Phasen ist der Kopf frei für Fragen dieser Art, die erste Grundlage für die anstehende Masterarbeit kann bereits gelegt werden und so verschwindet auch ein Teil der Nervosität, die vielleicht mit Gedanken an die wichtige Aufgabe des Schreibens der eigenen Masterarbeit einhergeht. Die Beschäftigung mit den Richtlinien und Vorgaben in Bezug auf die Abschlussarbeit sollte nicht zu lange hinausgezögert oder aufgeschoben werden, bis es die letzte zu erledigende Aufgabe im Studium ist – die zu diesem Zeitpunkt möglicherweise sogar bereits eilt.

Nach oder während diesen möglichen Vorbereitungen auf das Schreiben der Masterarbeit ist es wichtig, ein mit einer Betreuerin bzw. einem Betreuer abgestimmtes Thema für die Masterarbeit zu finden. Erst mit einem fest vereinbarten Thema lässt sich der Rahmen der Arbeit abstecken und es kann effektiv mit dem Schreiben begonnen werden. So hängt beispielsweise der Zeitplan für die Masterarbeit von der Frage ab, ob empirisch oder analytisch gearbeitet wird, ob qualitativ oder quantitativ vorgegangen wird und welche Länge die Arbeit minimal aufweisen muss und maximal aufweisen darf.

Sobald das Thema und der Rahmen, in dem sich die Arbeit im Hinblick auf Methodik und Gesamtumfang bewegen soll, festgelegt wurden und eine Betreuerin bzw. ein Betreuer gefunden wurde, ist es sinnvoll, zunächst einmal eine Gliederung für die Masterarbeit zu erstellen. An dieser Stelle wird also erstmals ein Dokument erstellt – dementsprechend stellt sich nun die Frage, welche Software und welcher Computer für die Masterarbeit verwendet werden sollten.

Wurde auch diese Problematik geklärt und die Gliederung samt groben Seitenangaben fertiggestellt, so sollte diese mit der Betreuerin bzw. dem Betreuer abgesprochen werden. Die Rücksprache zur entworfenen Gliederung ist für beide Seiten wichtig:

  • für die Betreuungsperson, damit sie bzw. er sich ein Bild von der geplanten Arbeit und den Vorstellungen der bzw. des Studierenden in Bezug auf die Vorgehensweise machen kann
  • für die bzw. den Studierenden, damit Klarheit hinsichtlich des weiteren geforderten Vorgehens besteht

Es ist sinnvoll, Änderungsvorschläge zeitnah umzusetzen und entsprechende Korrekturen ohne nennenswerte zeitliche Verzögerungen durchzuführen. Im Falle der Gliederung gilt dies umso mehr, da sie im Grunde genommen den sprichwörtlichen Fahrplan für das Schreiben der Masterarbeit vorgibt, sodass sich durch Anpassungen an der Gliederung das gesamte nachfolgende Vorgehen potenziell verändert. Aber auch bei anderen Textteilen, die sich weiter hinten in der Arbeit befinden und zu denen die Betreuerin oder der Betreuer Änderungsvorschläge mitteilt, sollten diese rasch eingearbeitet werden. Ein Grund hierfür ist, dass es dadurch vermieden werden kann, wichtige erforderliche Korrekturen zu übersehen. Ein weiterer Grund ist, dass es dieses Vorgehen erlaubt, vorbereitet zu sein, falls die Betreuungsperson zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nach einem derzeitigen Stand der Bearbeitung fragt. Denn dann kann eine aktuelle Version der Arbeit mit allen bis zu diesem Zeitpunkt von der Betreuungsperson gewünschten Korrekturen ohne erheblichen Aufwand zur Verfügung gestellt werden.

Hinweis

Absprachen mit der Betreuungsperson der Masterarbeit – möglichst in schriftlicher Form festgehalten – sind auch deshalb wichtig, um spätere Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf Teile der Arbeit vermeiden zu können, die (vermeintlich) nicht in dieser Form abgesprochen gewesen waren. Bei besonders wichtigen, zeitaufwendigen oder nicht wiederholbaren Arbeitsschritten kann deshalb um eine (schriftliche) Bestätigung des Einverständnisses der Betreuungsperson mit dem angegebenen Vorgehen gebeten – und diese Bestätigung vor der weiteren Bearbeitung abgewartet – werden.

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Kontrolle

Endkontrolle der Masterarbeit nach dem Schreiben

Wenn die Masterarbeit geschrieben worden ist, dann bedeutet das noch nicht, dass die Arbeit an dem Dokument damit abgeschlossen wäre. Sondern ein wichtiger Teil der Fertigstellung der Masterarbeit ist die Endkontrolle des Textes. In dieser Hinsicht sind mehrere Aspekte als relevant zu nennen, von denen nachfolgend einige besonders wichtige aufgeführt werden.

 

Vollständigkeit des Textes

Zunächst einmal sollte im Rahmen der Endkontrolle sichergestellt werden, dass alle Abschnitte und übergeordneten Kapitel der Arbeit vollständig sind. Es dürfen keinerlei Platzhalter, unvollständige Sätze oder auch teilweise oder gar komplett fehlende Abschnitte in dem Text auftauchen.

 

Korrekturlesen der Masterarbeit

Wenn sichergestellt wurde, dass der Text vollständig ist und sich keine Platzhalter oder Lücken mehr darin befinden, sollte die gesamte Arbeit einmal gelesen werden. Mit dieser Prüfung auf inhaltliche Korrektheit werden folgende Fragen beantwortet: Weist die Arbeit einen durchgängigen roten Faden auf? Wurden alle der für die Masterarbeit definierten Forschungsfragen beantwortet? Stimmen die Einleitung und das geplante Vorgehen mit der Zusammenfassung und der Ergebnisdarstellung überein oder gibt es Abweichungen zwischen dem vorab beschriebenen Vorgehen und der tatsächlich erfolgten Durchführung? Ist der Text – sowohl in Bezug auf die Formulierungen als auch im Hinblick auf das gewählte Vorgehen – logisch und für Leserinnen und Leser verständlich?

 

Überprüfung der Orthografie

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der im Rahmen der Endkontrolle unbedingt berücksichtigt werden muss, ist die Kontrolle von Rechtschreibung und Grammatik. Dabei geht es nicht nur darum, einen positiven Eindruck bei Leserinnen und Lesern zu hinterlassen. Sondern es ist darüber hinaus obligatorischer Teil der Qualifikation des wissenschaftlichen Arbeitens, sich korrekt ausdrücken und die eigenen Aussagen fehlerfrei zu Papier bringen zu können.

 

Einhaltung formaler Vorgaben

Neben der Vollständigkeit, inhaltlichen Belangen sowie der Orthografie muss auch die Einhaltung der vorgegebenen Formalien geprüft werden. Da es sich bei der Masterarbeit um eine wissenschaftliche Abschlussarbeit handelt, ist auch die Überprüfung der Literaturverweise im Text und der Quellenangaben im Literaturverzeichnis überaus wichtig.

 

Professionelle Unterstützung bei der Endkontrolle

Insbesondere für die Kontrolle und Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik kann es sich als sinnvoll erweisen, auf externe Hilfe zurückzugreifen. Dies ist vor allem dann anzuraten, wenn Studierende in Bezug auf korrekte Orthografie Probleme haben oder die Masterarbeit nicht in der eigenen Muttersprache verfasst wurde. In Fällen wie diesen kann es zielführend sein, ein professionelles Lektorat zu beauftragen – die Masterarbeit also Korrekturlesen zu lassen. Ein solches sprachlich-formales Lektorat, das durch professionell ausgebildetes Fachpersonal ausgeführt wird, beinhaltet oft auch die Sicherstellung von Stringenz und der Einhaltung formaler Vorgaben.

Mehr als ein sprachlich-formales Lektorat bietet ein Fachlektorat. Zusätzlich zu der Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik und Satzbau sind in einer solchen – auch als wissenschaftliches Lektorat bezeichneten – Dienstleistung folgende Services enthalten:

  • Anpassung der Formatierung an bestehende Vorgaben
  • Korrektur inhaltlicher Mängel und Unklarheiten
  • Optimierung der Zitationsweise und Quellenangaben im Literaturverzeichnis
  • Ergänzung von Quellen, sofern Bedarf besteht
  • Erweiterung des Textes um bis zu 30 Prozent des Gesamtumfangs, sofern Bedarf besteht

Hinweis

Dem höheren Leistungsumfang entsprechend ist ein wissenschaftliches Lektorat kostenintensiver als ein sprachlich-formales Lektorat.

Ein Lektorat bzw. Fachlektorat kann sich auch dann anbieten, wenn Zeitmangel besteht – wenn also die bzw. der Studierende zeitlich im Verzug ist oder die zeitlichen Ressourcen für die aufwendige Endkontrolle schlicht nicht aufbringen kann – beispielsweise aufgrund beruflicher Aufgaben oder familiärer Verpflichtungen neben dem Studium.

 

Abgabe der Masterarbeit nach Endkontrolle

Nachdem die Endkontrolle abgeschlossen wurde, kann die Masterarbeit eingereicht werden. Doch auch nach der Abgabe der Masterarbeit folgen noch einige weitere Schritte. Im Wesentlichen wird die Arbeit bewertet und sie muss vor den Gutachterinnen und Gutachtern sowie möglicherweise anwesenden Gästen – sofern kein Sperrvermerk vorliegt – verteidigt werden.

 

Informationen zum Thema Masterarbeit schreiben in Kürze

Als Abschluss stellt folgende Übersicht eine Zusammenfassung der wichtigsten Schritte dar, die für das Schreiben der Masterarbeit zu erledigen sind:

Übersicht

Masterarbeit schreiben – die wichtigsten Schritte

  • Frühzeitige Klärung organisatorischer Rahmenbedingungen
    Festlegen von Thema bzw. Themenbereich, Suche nach einer Betreuungsperson
  • Auseinandersetzung mit Vorgaben und Bewertungskriterien
    Einarbeiten in Dokumente mit Richtlinien zu Zitation, Formatierung, Inhalt, Umfang
  • Verfassen, Diskutieren und Überarbeiten von Teilstücken der Masterarbeit
    Besprechung mit Betreuungsperson nach Fertigstellung wichtiger Textteile
  • Endkontrolle der Masterarbeit nach der Schreibphase
    Korrektur von Rechtschreibung, Grammatik, Stringenz u. ä., ggf. Auftragslektorat
  • Abschluss des Verfahrens nach Einreichung der Masterarbeit
    Bewertung durch Begutachtende, Verteidigung durch die bzw. den Studierenden
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